Bündniskonsens der Aktion Friedlicher Hessentag

Für einen friedlichen Hessentag ohne Militär!

Panzer, Maschinengewehre, Kampfhubschrauber und Militärkonzerte – 

Mit vielen Veranstaltungen und einer Fülle von Kriegsgerät nutzt die Bundeswehr vom 5. bis 14. Juni 2020 den Hessentag in Bad Vilbel für eine großangelegte Werbeschau. Im Rahmen eines fröhlichen Volksfests sollen Soldat*innen in Uniform ein Bild von der Armee als „normalem Arbeitgeber“ prägen. Hier soll für das Kämpfen mit Waffen und für gewaltsame statt für zivile Konfliktlösungen begeistert werden.

In Europa rüsten NATO, EU und Bundeswehr massiv auf. Die Bundesregierung wendet jedes Jahr viele Millionen Euro an Steuergeldern allein für ihre Werbekampagnen zur Steigerung der Akzeptanz kriegerischer Handlungen auf, anstatt schnellstmöglich alle  Auslandseinsätze zu beenden. Obwohl von der Mehrheit der Bevölkerung als gefährlich und sinnlos abgelehnt, fordert die Bundesregierung immer mehr Auslandseinsätze. Für diese sucht die Bundeswehr mit fragwürdigen Methoden Nachwuchs. 

Mit ihrem Auftritt auch hier in Bad Vilbel zielt die Armee besonders auf Kinder und Jugendliche ab. Indem die Bundeswehr ihr Kriegsgerät als Abenteuerspielplatz arrangiert und selbst Kleinkinder auf Panzer klettern lässt, missbraucht sie kindliche Neugier und Technikbegeisterung. So sollen Berührungsängste vor militärischer Gewalt abgebaut werden. 

Doch in der Bundeswehr geht es nicht um “Sport”, "Technik", “Kameradschaft” und “Abenteuer”, sondern um das, was die ausgestellten Waffen anrichten können. Es wird nicht thematisiert, dass Soldat*innen ausgebildet werden, andere Menschen zu töten und dass sie selbst immer wieder traumatisiert, verwundet oder getötet werden. 

Besonders verwerflich ist die Ausbildung Minderjähriger an Waffen und die gezielte Werbung dafür bei Jugendlichen. Aktuell werden von der Bundeswehr jährlich allein 

35 Millionen Euro für Nachwuchswerbung ausgegeben. Obwohl der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes Deutschland bereits mehrfach aufgefordert hat, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben und die gezielte Werbung bei Jugendlichen einzustellen, werden bereits 17jährige in die Armee aufgenommen und Jahr für Jahr ganze Schulklassen von der Bundeswehr zum Hessentag gefahren. 

Das Bündnis „Friedlicher Hessentag“, wendet sich gegen Militärwerbung auf Volksfesten und bei Minderjährigen. Als Bürger*innen Bad Vilbels und als hessische Zivilgesellschaft stehen wir für Gewaltfreiheit und eine zivile Konfliktlösungskultur. Mit Artikel 69 der Landesverfassung verpflichtet sich Hessen zu Frieden, Freiheit, Völkerverständigung und zur Ächtung des Krieges.

In diesem Sinn werden wir den Hessentag mit Aktionen begleiten. Höhepunkt wird unsere große und bunte Demonstration am Samstag, dem 13. Juni 2020 sein.

Wir laden Sie ein, sich dem Bündnis anzuschließen und Initiative zu ergreifen, um während der ganzen Zeit des Hessentags die Zeichen des Friedens unübersehbar werden zu lassen!

Aktion "Friedlicher Hessentag"


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